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So funktioniert ein Recycling Center

So funktioniert ein Recycling Center

Recycling Center bereiten alle Wertstoffe, bei denen es möglich ist, zur Wiederverwendung auf. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie das abläuft.

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So funktioniert ein Recycling Center

So funktioniert ein Recycling Center

60 Tonnen – so viel Abfall produziert ein Schweizer im Laufe seines Lebens. Zum Vergleich: Das entspricht dem Gewicht von zehn Elefanten. Kein Wunder also, dass die Schweiz der zweitgrösste Abfallproduzent in ganz Europa ist. Aber zum Glück gibt es Recycling Center. 

Dank ihnen reiht sich das Land noch in einer anderen Liste ganz oben ein: in der der Recycling-Helden. Eine Quote von über 50 Prozent kann sich durchaus sehen lassen. Abfall entsteht nun einmal, vollständig verhindern kann man ihn nicht. Wichtig ist deshalb vor allem, wie man mit ihm umgeht. 

Unzählige Rohstoffe, die entsorgt werden, kann man wiederverwenden oder weiterverarbeiten. Und genau dann kommen Recycling Center ins Spiel. Aber was genau passiert dort eigentlich? Wir von der Schneider Umweltservice AG geben Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit.

Warum ist der Weg zum Recycling Center so wichtig?

Wie oft haben Sie schon Dinge weggeworfen, die noch vollständig intakt waren, nur weil sie Ihnen nicht mehr gefallen haben? Wie häufig haben Sie Wertstoffe, die eigentlich ins Recycling Center gehören, über den Hausabfall entsorgt? Wahrscheinlich öfter, als es Ihnen bewusst ist. Umso wichtiger ist es, sich gut über das Thema Recycling zu informieren. 

Nur so gelingt es uns gemeinsam, so viele Wertstoffe wie möglich im Kreislauf zu behalten. Was im Hausabfall seine letzte Ruhestätte findet, wird unwiederbringlich aus diesem Kreislauf herausgerissen, da es schlichtweg verbrannt wird. Fälschlicherweise darin entsorgte Wertstoffe sind unwiederbringlich verschwunden, und wertvolle Rohstoffe wurden verschwendet. 

Der Weg zur Sammelstelle lohnt sich also. Dort geben Sie Glas, Textilien, Sperrgut, Altmetall, Elektrogeräte und mehr ab und sorgen dafür, dass ihre Reise weitergeht. Wohin diese führt, fragen Sie sich? Erst einmal ins Recycling Center! Gern holen wir von der Schneider Umweltservice AG auch Wertstoffe in grösseren Mengen bei Ihnen ab. Diese überführen wir in unsere Center.

Dort angekommen, sortieren wir sie in einzelne Abfall- und Wertstoffraktionen. Mithilfe von Ballenpressen verringern wir das Volumen deutlich und sparen somit viel Platz beim Transport. Auf diese Weise können wir die Transporteinheiten minimieren und CO2 einsparen. 

Das geschieht mit Bauabfällen

74 Millionen Tonnen Aushub-, Ausbruch- und Rückbaumaterialien aus Bautätigkeiten fallen jedes Jahr in der Schweiz an. Wir von der Schneider Umweltservice AG bereiten davon jährlich rund 300’000 Tonnen auf. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen. Ausserdem spart das Recycling Deponieraum, der ohnehin bereits sehr knapp ist.

Mit unseren Mulden haben wir eine attraktive Möglichkeit geschaffen, Bauabfälle direkt auf der Baustelle zu sammeln, vorzusortieren und zu lagern. Mit unseren LKWs transportieren wir die gefüllten Mulden dann zum Recycling Center. Am Eingang stehen unsere Waagmitarbeiter bereit, die das Gesamtgewicht des Lastwagens inklusive des aufgeladenen Bauabfalls messen. 

Das Fahrzeug fährt dann die einzelnen Abladezonen an und entledigt sich nach und nach seiner Ladung. Nach einem kurzen Stopp in der Reifenwaschanlage geht es erneut auf die Waage, wo wir das Leergewicht erfassen. Schon ist der LKW bereit, neue Ladungen abzuholen. Aber wie geht es mit dem Bauabfall weiter?

In Brech- und Sortieranlagen sortieren wir erst einmal die einzelnen Bestandteile. Dazu passieren die Bauabfälle Siebe, Magneten und Gebläse. Auch Sortierbagger kommen zum Einsatz, die sogar kleinste Gegenstände sauber voneinander trennen. Das ermöglicht es uns, so viel wie möglich im Wertstoffkreislauf zu behalten. Wir von der Schneider Umweltservice AG erreichen bereits eine Verwertungsquote von über 85 Prozent. 

Die getrennten Abfälle lagern wir in den offenen Abteilen unserer Hallen und in Grosscontainern. Beton-, Mischabbruch und weitere mineralische Bauabfälle werden nach dem Sortieren gebrochen und entsprechend marktüblicher Korngrössen sortiert. Heraus kommen zum Beispiel Recycling-Kiessand oder Betongranulat, das für neue Bauarbeiten herangezogen wird.

So funktioniert ein Recycling Center

Unsere Maschinisten behalten stets den Überblick

All das geschieht unter Aufsicht unserer Maschinisten. Sie geben unter anderem darauf Acht, dass keine Fremdstoffe zwischen Beton und Stein auftauchen. Es kann durchaus vorkommen, dass gelegentlich Fallrohre, Regenrinnen oder Plastik zum Vorschein kommen. Alles, was nichts im Bauschutt zu suchen hat, wird aussortiert und landet auf dem entsprechenden Sammelplatz. Mit LKWs werden alle Wertstoffe später der Weiterverarbeitung zugeführt. 

Mit der Frage, welche Materialen aus den recycelten Stoffen hergestellt werden können, beschäftigt sich übrigens der Stoffflussmanager. Doch das ist nicht seine einzige Aufgabe. Er ist unter anderem auch für abfallrechtliche Bewilligungen, Mengenstatistiken und Fragen bezüglich des Sonderabfalls zuständig.

Mit diesen Maschinen arbeiten wir beim Schneider Umweltservice

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Radlader, Sortierbagger, Materialhandler und mehr unterstützen uns zum Beispiel folgendermassen bei unserer Arbeit:

  • Umtransport von Materialien 
  • Auf- und Abladen auf Transporter
  • Pressen und Zerkleinern von Wertstoffen

All unsere Maschinen stellen nicht nur eine enorme Arbeitserleichterung dar, sondern ermöglichen auch eine effiziente Zeitnutzung. Schauen wir uns exemplarisch den Radlader an. Er ist mit einem riesigen Schild ausgestattet und allzeit bereit, Materialien zu grossen Bergen zusammenzuschieben und beim Beladen zu helfen.

Zudem verfügt er über ein integriertes Wiegesystem. So kann die gewünschte Materialmenge direkt auf die Maschine geladen werden, ohne dass ein Zwischenstopp auf der Waage notwendig ist. Das minimiert Wartezeiten und verhindert gleichzeitig das Überladen des Radladers. 

Auch der Materialhandler hilft beim Beladen und kümmert sich um das Aufstapeln von Wertstoffen, die wiederaufbereitet werden sollen. Für eine zielorientierte Wiederverwertung werden sie nach Kategorien sortiert. Der Maschinist sitzt in einer hochfahrbaren Kabine, von der aus er alles bestens im Blick hat. 

Die Umschlagbagger arbeiten im Akkord und sortieren fleissig. Dank der seitlichen Ausleger der Maschine ist beim Heben der schweren Lasten immer höchste Sicherheit geboten. Der Maschinist führt alle Befehle bequem mit einem Joystick aus. So kann er seinen Blick stets auf die Materialien richten, und nichts entgeht ihm.

Alle Maschinen, mit denen wir beim Schneider Umweltservice arbeiten, haben eins gemeinsam: Sie sind intelligent einsetzbar und sparsam im Kraftstoffverbrauch. Auch hier bleiben wir unserer Liebe zur Umwelt treu. Unsere Maschinen sind im Jahr jeweils rund 2000 Stunden fleissig an der Arbeit. 

Sie leisten so einiges, weshalb wir sie nicht nur regelmässig warten, sondern auch nach vier bis fünf Jahren austauschen. So gewährleisten wir immer höchste Effektivität, und das an all unseren Standorten.

Deshalb setzen wir auf mehrere Standorte

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Insgesamt nennen wir stolz acht Recycling Center unser Eigen. An folgenden Standorten sind wir vertreten:

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Ob es nicht einfacher wäre, auf ein besonders grosses Recycling Center zu setzen, anstatt auf mehrere Standorte? Vielleicht, aber wir sehen hier enorme Vorteile. Eine Sache liegt klar auf der Hand: Wir können zahlreiche Wege verkürzen. 

Die Fahrzeuge müssen keine langen Strecken zu unseren Recycling Centern zurücklegen. Das spart nicht nur Zeit, sondern kommt auch der Umwelt zugute. So können wir hohe Mengen an CO2 einsparen und der Erde einen grossen Gefallen tun. Denn auch das sehen wir als eine unserer Aufgaben: unseren Planeten so gut wie möglich zu entlasten. 

Wir sind stets auf der Suche nach innovativen Ideen, wie wir unsere Arbeit noch umweltfreundlicher gestalten können. Immerhin haben wir nur diese eine Erde, und es liegt in unser aller Verantwortung, sorgsam mit ihr umzugehen. 

Was es braucht, ist mehr Akzeptanz

Mineralischer Bauschutt und Rückbaumaterialien nehmen immer mehr zu, weshalb auch wir immer grössere Mengen an Betongranulat und mehr herstellen können. Es entspricht voll und ganz der Qualität, die Planer und Bauherren fordern. Dank der verschiedenen Körnungen kann es sogar in unterschiedlichsten Baubereichen Einsatz finden. Leider ist der Bedarf an RC-Körnungen in der Baubranche noch nicht so hoch, dass sämtlicher Bauschutt rezykliert werden kann.

Grund ist schlichtweg die fehlende Akzeptanz. Immer noch wird lieber auf Primärprodukte gesetzt. Auch deshalb liegt es uns am Herzen, verstärkt über das Thema Recycling zu informieren. Wiederverwertete Stoffe zeugen schliesslich keineswegs von geringerer Qualität. 

Nichtsdestotrotz hat das Recycling eine grosse Zukunft vor sich. Dessen ist sich auch Dominic Gerber, Fachspezialist im Stofffluss, sicher. Er beobachtet schon jetzt den Trend, dass vor allem immer mehr Recycling-Beton im Hochbau eingesetzt wird. Auch das Thema Kunststoff wird verstärkt diskutiert. 

Genau deshalb bauen wir aktuell eine neue Sortieranlage in unserem Recycling Center in Volketswil. Damit wird es uns möglich sein, Kunststoff aus Betriebsabfällen herauszufiltern und vor der Verbrennung zu retten. Wir können ihn dann der stofflichen Verwertung zuführen, und der Kunststoff bleibt im Kreislauf. 

Was passiert mit Materialien, die nicht im Recycling Center wiederaufbereitet werden können?

So funktioniert ein Recycling Center

Auch wenn wir es uns wünschen, können wir leider nicht alle Bauabfälle im Kreislauf halten. Trotzdem bereiten wir so viel wie möglich auf. Dabei hilft uns unter anderem unsere Bauschuttaufbereitungsanlage in Volketswil. Dank ihrer verschiedenen Trenneinheiten kann sie mineralische Rückbaumaterialien sauber von Fremdstoffen befreien. 

Eine Feinfraktion fällt allerdings dennoch an. Aufgrund ihrer oftmals erhöhten Schadstoffwerte dürfen wir sie nicht zurück in den Kreislauf überführen. Aber wohin sonst damit? Früher war die Antwort auf diese Frage eindeutig: «Ab damit auf die Deponie!» Doch damit geben wir vom Schneider Umweltservice uns nicht zufrieden. 

Wir haben uns mit Zementwerken zusammengetan, die tatsächlich noch etwas mit der Feinfraktion anfangen können. Diese nutzen sie zur Zementproduktion. Warum die enthaltenen Schadstoffe hier plötzlich kein Problem mehr darstellen? Weil während des Herstellungsprozesses so hohe Temperaturen entstehen, die einen grossen Teil der schädlichen Stoffe einfach zerstören. 

Recycling schützt Ressourcen

Recycling bedeutet für uns vor allem eins: Respekt gegenüber unserer Umwelt. All das, was wir ihr entnehmen, sollte gewürdigt und nicht achtlos verbrannt oder deponiert werden. Es ist unglaublich wichtig, Rohstoffe immer dann, wenn es möglich ist, zurück in den Kreislauf zu führen. So können wir alle zusammen wertvolle Ressourcen sparen. 

Als Recyclisten ist es unsere Aufgabe, Materialien zu sortieren, für den Weitertransport vorzubereiten und mineralische Abfälle zu Recycling-Baustoffen aufzubereiten. Schon seit vier Generationen verfolgen wir das Ziel, so viele Materialien wie möglich wiederzuverwerten. Mit einem Team aus ausgewiesenen Spezialisten und neuesten Technologien gehen wir jeden Tag wichtige Schritte in die richtige Richtung. 

In Sachen Recycling und Entsorgung sind wir vom Schneider Umweltservice Ihr kompetenter Partner mit Weitsicht. Als traditionsreiches Unternehmen denken wir schon heute an zukünftige Generationen. Wir möchten dafür sorgen, dass sie auf einem grünen Planeten ohne Furcht vor Ressourcenknappheit aufwachsen können. 

So recyceln wir nicht nur Materialien, sondern hauchen Gegenständen, die in den Augen des Besitzers ausgedient haben, neues Leben ein. Gemeinsam mit der Stiftung Stöckenweid haben wir die «Brocki Beiz» ins Leben gerufen, um das Abfallaufkommen zu reduzieren. 

Gegenstände wie Möbel oder Schmuck, die uns beispielsweise bei Räumungen in die Hände fallen, werfen wir nicht einfach weg. Wir schliessen uns mit Timo von der «Brocki Beiz» kurz. Er prüft, ob die Gegenstände noch für eine weitere Verwendung taugen. Nach Zustimmung des Kunden ziehen die Objekte bei einem neuen Besitzer ein. 

Sie haben Fragen zum Thema Recycling und Entsorgung? Oder sind Sie auf der Suche nach einem zuverlässigen Unternehmen, das sich Ihrer Wertstoffe annimmt? Dann rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.