Eine Bilderbuchkarriere: Vom Reifenwechsler zum Kundenflüsterer
Mit Vollgas in die Berufswelt
Schon als Junge war klar: Peter liebt alles, was Räder hat. «Ich habe mich schon immer für Motoren interessiert und damit herumzufahren», erzählt er im Interview. Früh stand also die Lehre zum Automechaniker beziehungsweise Lastwagenführer fest. Die ersten Lehrjahre verbrachte pw vor allem in der Werkstatt bei Joe Metzger, von dem er viel Technisches lernte. Die Liebe zum Handwerk war gross, auch wenn ihn ein Beinbruch während der Lehre ein wenig ausbremste. Heute trägt Peter als Spätfolge ein künstliches Knie, doch an Aufgeben hat er nie gedacht.
Vom Chauffeur ins Büro
Mit den Jahren wurden die Lastwagen grösser und so auch Peters Verantwortung. Er wechselte in die Disposition, später in den Verkauf und die Kundenbetreuung. Nachdem pw jeden Samstag nebenbei die Handelsschule absolvierte, war er «auf dem Markt interessant», denn nun habe Peter neben der Praxis auch Theorieerfahrung.
Sein Alltag? Nie gleich. Mails beantworten, Termine planen, Kundenbesuche, Offerten bearbeiten: «Wenn ich einmal nichts zu tun hätte, würde ich auf Kundenbesuche gehen und mit neuer Arbeit zurückkommen.» Wie wichtig der persönliche Kundenkontakt ist, merkte pw vor allem nach Corona: «Unsere Kundinnen und Kunden schätzen es sehr, wenn ich ihnen unsere Dienstleistungen vor Ort erkläre.»
Ein wandelbarer Alltag mit bleibenden Werten
In 45 Jahren hat sich viel verändert – vom Funkgerät im Lastwagen zum Smartphone, von Papier-Disposition zu digitalen Systemen. «Einen Computer hat man ja nur, damit man Probleme lösen kann, die man ohne Computer noch nicht hatte.» Trotzdem schwärmt Peter kaum von der Vergangenheit: «Früher war es nicht besser, sondern anders.»
Trotz des Wachstums von Schneider Umweltservice der letzten 45 Jahre geniesst Peter nach wie vor viele Freiheiten. Gleichzeitig wird eine grosse Kundenvielfalt betreut, wobei der grösste Kunde gerade einmal ein Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Langeweile kommt bei Peter also nie auf: «Man darf nie meinen, es sei irgendetwas fertig und Punkt. Dann ist schon die nächste Aufgabe im Lauf da.»
Auch wenn sich der Kundentermin nicht wie gedacht als Erfolg entpuppt: «Du musst genau das Momentum erwischen, wenn irgendetwas nicht mehr stimmt, dass du dann vor Ort bist und «Grüezi» sagst. Und dann kommst du mit einer Riesenchance heim.»
Ein Mensch mit Haltung und Humor
Pw‘s Stärke liegt im Zuhören, im Verstehen und im Liefern von Lösungen. Kolleginnen und Kollegen schätzen seine Mischung aus Erfahrung und Offenheit. Auch für junge Mitarbeitende hat Peter stehts einen Rat: «Sehe dich als Teil vom Ganzen und nicht als Individuum. Das bringt alle weiter.»
Schneider als Familie, nicht nur als Firma
Die Firmenkultur bei Schneider sei ein Grund, warum Peter bleibe: «In einem Familienunternehmen werden Entscheidungen viel schneller gefällt.» Das erhaltene Vertrauen gibt er weiter und es wird ihm auch zurückgegeben. Pw war Lehrling und dann Chef seiner damaligen Ausbildner. Diese Hierarchie funktioniere nur mit gegenseitigem Respekt und Wertschätzung.
Der Blick nach vorn
Peter denkt noch lange nicht ans Aufhören: «Bevor ich die Lastwagenprüfung abgebe, will ich noch einmal mit dem 40er fahren. Das ist ein Saurer 330B.» Sonst wolle er nochmals 20 Jahre arbeiten, sich noch ein bisschen mehr differenzieren, spezialisieren und wachsen. Solange Herz, Hirn und Humor mitspielen, bleibt pw Teil des Schneider Umweltservice.
Danke, Peter: Für 45 Jahre Vollgas mit Herz.
Publikationsdatum: 15.04.2025