Zwischen Buchhaltung und Süssigkeitenpflicht: Der Alltag einer Working Mom
Seit November 2025 verstärkt sie unser Team in der Debitorenbuchhaltung. Ursprünglich als Dentalassistentin gestartet, entdeckte sie früh ihre Leidenschaft für die Büroarbeit und bildete sich an der Handelsschule weiter. Heute betreut sie mit viel Herz und Präzision Aufgaben von der Rechnungsstellung über Kundenanliegen bis hin zum Kassenwesen unserer Recycling-Center.
Wie hat das Muttersein ihre Arbeitsweise geprägt und was wäre, wenn ihr Sohn ihr Chef wäre? Wir haben nachgefragt.
Andrina, wenn du deinem achtjährigen Sohn Luan erklären müsstest, warum deine Arbeit in der Buchhaltung wichtig für die Umwelt ist, wie würdest du es beschreiben?
Ich würde ihm sagen, dass ich sicherstelle, dass unsere Rechnungen stimmen und bezahlt werden. Denn nur so hat das Unternehmen genug Geld, um die tägliche Arbeit fortzusetzen und all die verschiedenen Materialien zu recyceln.
In welchem Moment deines Mama-Alltags hast du gelernt, dass es manchmal besser ist, die Fünf gerade sein zu lassen?
Das betrifft definitiv den Haushalt. Ich musste erst lernen, Dinge auch mal liegen zu lassen, um stattdessen die Zeit mit meinem Sohn zu geniessen und beispielsweise eine Runde Ping-Pong miteinander zu spielen. Die Zeit, die einem zur Verfügung steht, muss man bewusst nutzen.
Kinder haben oft einen ganz eigenen Blick auf die Welt. Was war das kurioseste Objekt, das dein Sohn nicht in den Abfall werfen wollte?
Ganz im Sinne des «Re-use»-Gedankens wurde bei uns ein grosser Verpackungskarton für zwei Wochen zu einem Haus umfunktioniert. Ich musste tatsächlich die ganze Zeit um dieses Haus herumlaufen, weil er es so liebte. Auch ein Folienballon zum Geburtstag durfte noch lange bleiben, selbst als die Luft schon längst raus war.
Welche Fähigkeit aus deinem Job hilft dir am meisten, den Alltag mit Luan und deinem Hund Kygo zu managen?
Ganz klar Organisation und Planung. Da ich im Job sehr strukturiert arbeiten muss, hilft mir das enorm dabei, alles unter einen Hut zu bringen: von den Fussballtrainings über die Matches am Wochenende bis hin zu den Spaziergängen mit Kygo. Den Wechsel zwischen der Zeit mit der Familie und der Kopfarbeit im Büro schätze ich sehr.
Wenn Luan für einen Tag dein Chef wäre, welche neue Büro-Regel gäbe es wohl?
Es gäbe eine Süssigkeitenpflicht, vor allem Gummibärli. In der Pause ginge es raus auf ein improvisiertes Fussballfeld und er würde sicher einen Ausflug mit einem unserer Lastwagen organisieren.
Wie lädst du nach einer intensiven Arbeitswoche deine eigenen Batterien wieder auf?
Ich gehe viel mit Kygo spazieren, oft auch schon über Mittag. Das hilft mir sehr, um runterzukommen. Ansonsten geniesse ich es, mit Freunden tanzen zu gehen oder einfach gemeinsam mit meinem Sohn Spass zu haben.
Was hat Luan dir beigebracht, das dich heute zu einer besseren Mitarbeiterin macht?
Ich bin viel geduldiger und flexibler geworden und habe gelernt, den Blick für das Wesentliche zu schärfen. Er zeigt mir immer wieder, dass viele Probleme im Kopf oft gar nicht so schlimm sind, wie sie im ersten Moment scheinen. Als Working Mom bin ich extrem gut darin, Prioritäten zu setzen und effizient zu arbeiten. Man lernt einfach, seine Zeit effektiv zu nutzen.
Herzlichen Dank liebe Andrina für diesen sympathischen Einblick. Wir wünschen dir sowie allen anderen Müttern einen wundervollen und entspannten Muttertag.
Ursula Palumbo-Keller
Leiterin Marketing
Als Marketingleiterin mache ich Kreislaufwirtschaft sichtbar, denn die Zukunft beginnt jetzt.
Publikationsdatum: 10.05.2026